Heilpraktikerin für Psychotherapie
Sabine Rudolph-Nolte
Kriegskinder / Kriegsenkel – oder wie wir auch heute noch die Traumata der (Groß-)Eltern Generation tragen…. In den letzen Jahren ist ein Thema in aller Munde: Kriegsenkel.  Also die Enkel der Generation, die noch den Krieg erlebt hat.  Okay, das sind wir :-)  Aber inwiefern soll der seit 70 Jahren beendete Krieg noch unser Leben bestimmen? Warum sollten Erlebnisse der Großeltern auf unser heutiges Sein Auswirkungen haben? Erst mal erscheint das nicht logisch. Dazu muss man sich anschauen wie in familiären Strukturen mit Traumata umgegangen wird. Solche Erlebnisse werden in den allermeisten Fällen totgeschwiegen, oder sie werden nur mal durch Andeutungen erwähnt, manche Betroffenen erzählen auch wieder und wieder dasselbe schlimme Erlebnis. Aber nur ganz wenige Arbeiten die schreckliche Erlebnisse auf. Dazu war in der Nachkriegszeit weder Geld noch Zeit da, auch waren Therapien da eher gesellschaftlich nicht anerkannt. Die Folge ist ein Gefühl von Bedrohung, das in der Familie schlummert und weitergegeben wird. „Etwas“ ist da, wird nicht ausgesprochen, bedroht unterhalb der Bewusstseinsschwelle. Dieses „Etwas“  wird durch Äußerungen immer mal hochgeholt, wiederkehrend Glaubenssätze die zum Beispiel aussagen: „Hör auf zu jammern, sei dankbar dass es Dir gutgeht und arbeite, arbeite, arbeite“.  Hierbei muss man unterscheiden zwischen der Generation der Kriegskinder und Kriegsenkel. Die Kriegskinder sind Menschen die Kinder bei Kriegsende waren. Sie wuchsen in einem Gefühl des „dankbar sein müssens weil überlebt “ auf, mit traumatisierten Eltern, die selber Hilfe gebraucht hätten und deshalb ihren Kindern keine geben konnten. Oftmals erlebten sie Vertreibung, Hunger, Gewalt bewusst mit oder auch – falls sie noch zu klein waren – auf Unterbewusstseinsebene. Doch statt Hilfe bekamen Sie Ratschläge – manchmal auch Schläge. Das ganze Familiengefühl war geprägt von Schuldbewusstsein (aufgrund der Nazivergangenheit Deutschlands), Gefühl der Nicht-Richtig-seins zum Beispiel bei Kindern aus den Vertriebenen Ostländern Deutschlands und der Aufforderung den Mund zu halten und „aufzubauen“.  Oftmals war „Sparen“ und „Häusle-bauen“ das einzig wichtige und so wurden alle furchtbaren Erlebnisse dieser Kriegskindern verdrängt und saßen wie ein Stachel tief im Unterbewusstsein, löste Süchte aus (die Sinne vernebeln...), teilweise gewalttätiges Verhalten gegenüber den eigenen Kindern oder auch emotionale Kühle. Man bedenke, fühlen war bedrohlich. Diese Kriegskinder haben gelernt, nicht zu fühlen, weil das was da hochkommt nicht sein darf. Und so konnten sie oftmals nicht anders, als an den eigenen Kindern das Trauma weiter zu geben…. Die Kriegsenkel betreffen die Geburtszeiten von ca. 1955 – 1980. Je nach Alter der Eltern bei Kriegsende.  Diese Generation wuchs mit der Botschaft auf „Ihr habt es gut!“.  Nach außen betrachtet war das auch so. Genug zum Essen, kein Krieg, die goldenen 70er und 80er Jahre, alles prima. Doch genau diese Generation trägt noch immer die meisten Probleme mit sich herum. Da der Krieg ja schon sooo lange vorbei ist, gucken diese Menschen auch nicht an diesem Punkt nach  den Ursachen. Sie haben es ja nicht miterlebt! Aber grade hier liegt der Fallstrick! Von Seiten der Eltern  wurden Gefühle und Verhaltensmuster nicht erklärt und begründet. Da waren unausgesprochene Dinge in der Luft, aber diese Kriegsenkel sollten alles anders machen, nicht fragen. Wie sollten auch ihre Eltern etwas beantworten können, was sie selber nicht bearbeiten konnten, oftmals nicht mal mehr auf Bewusstseinsebene wissen!? Nachfolgend habe ich einige der vielen Verhaltensmuster aufgeführt, die die heutigen Kriegsenkel oftmals an in sich entdecken und nicht erklären können…. 1.	Wiederkehrende Gefühle von Angst (Panik) die sich nicht aus dem eigenen Leben erklären lassen 2.	Parentzifizierung = Die Kinder/Elternrollen tauschen. Die Kinder beginnen ganz früh damit sich um die Eltern zu kümmern 3.	Scham- und Schuldgefühl, sich nichts wert fühlen. Kein realistischer Selbstwert. Oftmals bei Kindern von Eltern die vertrieben wurden.  4.	Es zu „nichts bringen“. Das kann finanziell sein, oder auch ideell  - oder auch nur gefühlt (trotz viel Erfolg).  5.	Das Gefühl von tiefer Sehnsucht oder Trauer, das nicht erklärt werden kann. 6.	Eigene Probleme klein machen und sich nicht wichtig nehmen. 7.	Das Gefühl haben etwas leisten zu müssen, somit ständig in Überarbeitung, ständig in Zeitdruck – oder das Gegenteil: lähmende Starre und nichts schaffen. 8.	Bindungsstörungen. Niemals ganz auf jemanden einlassen. Ein Teil bleibt immer in „Hab Acht Stellung“.  9.	Kontrolle behalten wollen, sowohl über Dinge als auch über Gefühle, bis hin zu Zwängen – oder das Gegenteil „chaotisch sein“. 10.	Gefühlsausbrüche die nicht „logisch“ sind. Das geht von depressiven Episoden bis hin zu gewalttätigen Impulsen. 11.	Oftmals großes Interesse an Themen aus der Kriegszeit oder das Gegenteil, es nicht aushalten zu können darüber etwas zu lesen, zu sehen. 12.	Sexuelle Probleme (oft durch gewalttätig/sexuelle Erlebnisse die Eltern/Großeltern hatten)  13.	Große Verlustängste in vielen Bereichen 14.	Und auch hier wieder Süchte… Diese Liste gibt natürlich nur einen kleinen Einblick in ein großes Thema.  Ich hoffe aber doch, dass es verdeutlich hat, wie sich die Themen nonverbal von Generation zu Generation weiter geben und was das mit uns macht. Therapeutische Hilfe ist hier sehr hilfreich. Auch Familienforschung betreiben und die Ergebnisse mit einem Therapeuten besprechen.  Die Gefühle erkennen, und heraus arbeiten: „Was ist denn davon eigentlich wirklich meines? Was trage ich für das Familien System?“. Oft ist es schon eine große Erleichterung zu wissen, dass man gar nicht selber „ver-rückt“ ist sondern dass das Thema über die Familienlinie weiter gegeben wurde.  Wenn Sie Interesse haben Ihr Kriegskind/Kriegsenkel Thema aufzuarbeiten, oder heraus zu finden, ob es eines ist, helfe ich Ihnen gern.  Rufen Sie mich an, nur Mut :-)  Tel.: 04132-933424
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Sabine Rudolph-Nolte
Kriegskinder / Kriegsenkel – oder wie wir auch heute noch die Traumata der (Groß-)Eltern Generation tragen…. In den letzen Jahren ist ein Thema in aller Munde: Kriegsenkel.  Also die Enkel der Generation, die noch den Krieg erlebt hat.  Okay, das sind wir :-)  Aber inwiefern soll der seit 70 Jahren beendete Krieg noch unser Leben bestimmen? Warum sollten Erlebnisse der Großeltern auf unser heutiges Sein Auswirkungen haben? Erst mal erscheint das nicht logisch. Dazu muss man sich anschauen wie in familiären Strukturen mit Traumata umgegangen wird. Solche Erlebnisse werden in den allermeisten Fällen totgeschwiegen, oder sie werden nur mal durch Andeutungen erwähnt, manche Betroffenen erzählen auch wieder und wieder dasselbe schlimme Erlebnis. Aber nur ganz wenige Arbeiten die schreckliche Erlebnisse auf. Dazu war in der Nachkriegszeit weder Geld noch Zeit da, auch waren Therapien da eher gesellschaftlich nicht anerkannt. Die Folge ist ein Gefühl von Bedrohung, das in der Familie schlummert und weitergegeben wird. „Etwas“ ist da, wird nicht ausgesprochen, bedroht unterhalb der Bewusstseinsschwelle. Dieses „Etwas“  wird durch Äußerungen immer mal hochgeholt, wiederkehrend Glaubenssätze die zum Beispiel aussagen: „Hör auf zu jammern, sei dankbar dass es Dir gutgeht und arbeite, arbeite, arbeite“.  Hierbei muss man unterscheiden zwischen der Generation der Kriegskinder und Kriegsenkel. Die Kriegskinder sind Menschen die Kinder bei Kriegsende waren. Sie wuchsen in einem Gefühl des „dankbar sein müssens weil überlebt “ auf, mit traumatisierten Eltern, die selber Hilfe gebraucht hätten und deshalb ihren Kindern keine geben konnten. Oftmals erlebten sie Vertreibung, Hunger, Gewalt bewusst mit oder auch – falls sie noch zu klein waren – auf Unterbewusstseinsebene. Doch statt Hilfe bekamen Sie Ratschläge – manchmal auch Schläge. Das ganze Familiengefühl war geprägt von Schuldbewusstsein (aufgrund der Nazivergangenheit Deutschlands), Gefühl der Nicht-Richtig-seins zum Beispiel bei Kindern aus den Vertriebenen Ostländern Deutschlands und der Aufforderung den Mund zu halten und „aufzubauen“.  Oftmals war „Sparen“ und „Häusle-bauen“ das einzig wichtige und so wurden alle furchtbaren Erlebnisse dieser Kriegskindern verdrängt und saßen wie ein Stachel tief im Unterbewusstsein, löste Süchte aus (die Sinne vernebeln...), teilweise gewalttätiges Verhalten gegenüber den eigenen Kindern oder auch emotionale Kühle. Man bedenke, fühlen war bedrohlich. Diese Kriegskinder haben gelernt, nicht zu fühlen, weil das was da hochkommt nicht sein darf. Und so konnten sie oftmals nicht anders, als an den eigenen Kindern das Trauma weiter zu geben…. Die Kriegsenkel betreffen die Geburtszeiten von ca. 1955 – 1980. Je nach Alter der Eltern bei Kriegsende.  Diese Generation wuchs mit der Botschaft auf „Ihr habt es gut!“.  Nach außen betrachtet war das auch so. Genug zum Essen, kein Krieg, die goldenen 70er und 80er Jahre, alles prima. Doch genau diese Generation trägt noch immer die meisten Probleme mit sich herum. Da der Krieg ja schon sooo lange vorbei ist, gucken diese Menschen auch nicht an diesem Punkt nach  den Ursachen. Sie haben es ja nicht miterlebt! Aber grade hier liegt der Fallstrick! Von Seiten der Eltern  wurden Gefühle und Verhaltensmuster nicht erklärt und begründet. Da waren unausgesprochene Dinge in der Luft, aber diese Kriegsenkel sollten alles anders machen, nicht fragen. Wie sollten auch ihre Eltern etwas beantworten können, was sie selber nicht bearbeiten konnten, oftmals nicht mal mehr auf Bewusstseinsebene wissen!? Nachfolgend habe ich einige der vielen Verhaltensmuster aufgeführt, die die heutigen Kriegsenkel oftmals an in sich entdecken und nicht erklären können…. 1.	Wiederkehrende Gefühle von Angst (Panik) die sich nicht aus dem eigenen Leben erklären lassen 2.	Parentzifizierung = Die Kinder/Elternrollen tauschen. Die Kinder beginnen ganz früh damit sich um die Eltern zu kümmern 3.	Scham- und Schuldgefühl, sich nichts wert fühlen. Kein realistischer Selbstwert. Oftmals bei Kindern von Eltern die vertrieben wurden.  4.	Es zu „nichts bringen“. Das kann finanziell sein, oder auch ideell  - oder auch nur gefühlt (trotz viel Erfolg).  5.	Das Gefühl von tiefer Sehnsucht oder Trauer, das nicht erklärt werden kann. 6.	Eigene Probleme klein machen und sich nicht wichtig nehmen. 7.	Das Gefühl haben etwas leisten zu müssen, somit ständig in Überarbeitung, ständig in Zeitdruck – oder das Gegenteil: lähmende Starre und nichts schaffen. 8.	Bindungsstörungen. Niemals ganz auf jemanden einlassen. Ein Teil bleibt immer in „Hab Acht Stellung“.  9.	Kontrolle behalten wollen, sowohl über Dinge als auch über Gefühle, bis hin zu Zwängen – oder das Gegenteil „chaotisch sein“. 10.	Gefühlsausbrüche die nicht „logisch“ sind. Das geht von depressiven Episoden bis hin zu gewalttätigen Impulsen. 11.	Oftmals großes Interesse an Themen aus der Kriegszeit oder das Gegenteil, es nicht aushalten zu können darüber etwas zu lesen, zu sehen. 12.	Sexuelle Probleme (oft durch gewalttätig/sexuelle Erlebnisse die Eltern/Großeltern hatten)  13.	Große Verlustängste in vielen Bereichen 14.	Und auch hier wieder Süchte… Diese Liste gibt natürlich nur einen kleinen Einblick in ein großes Thema.  Ich hoffe aber doch, dass es verdeutlich hat, wie sich die Themen nonverbal von Generation zu Generation weiter geben und was das mit uns macht. Therapeutische Hilfe ist hier sehr hilfreich. Auch Familienforschung betreiben und die Ergebnisse mit einem Therapeuten besprechen.  Die Gefühle erkennen, und heraus arbeiten: „Was ist denn davon eigentlich wirklich meines? Was trage ich für das Familien System?“. Oft ist es schon eine große Erleichterung zu wissen, dass man gar nicht selber „ver-rückt“ ist sondern dass das Thema über die Familienlinie weiter gegeben wurde.  Wenn Sie Interesse haben Ihr Kriegskind/Kriegsenkel Thema aufzuarbeiten, oder heraus zu finden, ob es eines ist, helfe ich Ihnen gern.  Rufen Sie mich an, nur Mut :-)  Tel.: 04132-933424